Europas größte Jugendherberge befand sich bis 1998 in Prora auf Rügen. Diese Jugendherberge war dem Deutschen Jugendherbergswerk angeschlossen. Leider mußte sie ihre Türen schließen, da das Gebäude der Liegenschaft Prora/Rügen, Eigentümer der Bund, an einem Investor verkaufte. Das Gebäude steht jedoch bis heute leer und ist dem Verfall preisgegeben !
Unser Jugendgästehaus ist nicht dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) angeschlossen,
demzufolge wird bei uns kein Ausweis des DJH für das Übernachten im One World Camp Prora/Rügen benötigt.
Das Museumsgebäude, indem sich unser Jugendgästehaus befand, wurde durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) an einem Privatinvestor aus Nordrhein/Westfalen verkauft. Dieser Investor bekam nach Aussage der BIMA aufgrund seiner vorgelegten Konzeption den Zuschlag für das Museumsgebäude. Das Konzept dieses Investors ist, die bestehenden Einrichtungen der Museumsmeile Prora zu verdrängen und eine Hotelanlage mit Nutzung öffentlicher Fördergelder in Millionenhöhe aufzubauen. Hierbei sei angemerkt, dass der überwiegende Teil der Einrichtungen der Museumsmeile keine öffentlichen Gelder benötigt. So auch unsere Einrichtung - das One World Camp Prora Youth Hostel.
Der westdeutsche Investor aus Nordrhein/Westfalen ist die Inselbogen GmbH, Geschäftsführer ist Herr K. Meyer aus Hüllhorst, der ebenfalls Eigentümer der KulturKunststatt in der Museumsmeile Prora ist. Herr Meyer kündigte seit 2005 Einrichtungen, so die Künstler im Kunsthaus, das Museum "Planet DDR" und unser Jugendgästehaus. Die Museumsmeile Prora, eine intakte Betriebsstruktur mit ca. 80 Arbeitsplätzen, wird mit Unterstützung der BIMA innerhalb eines Jahres zerstört.
Das One World Camp Prora Youth Hostel musste im Februar 2006 schließen. Da wir eine private Herberge sind, bekamen wir keine Unterstützung seitens des Landkreises Rügen oder des Landes Mecklenburg/Vorpommern. Dem Landkreis Rügen wird es wahrscheinlich angenehm sein, dass unsere Pforten in Prora schließen, ist im Block 5 der Liegenschaft Prora der Aufbau einer Jugendherberge, durch den Landkreis als zukünftigen Eigentümer dieses Gebäudes, mit 400 Betten geplant - wiederum mit Nutzung öffentlicher Fördergelder in Millionenhöhe!
Die Idee der geplanten KdF-Anlage als Seebad der 20.000 ist heute noch nicht ausgeträumt. Investoren planen Hotels, der Landkreis Rügen eine Jugendherberge für das DJH, die ebenfalls Hotelcharakter haben soll. Entwicklungen, die in der Liegenschaft Prora stattgefunden haben, mussten dafür sterben. Das Ziel scheint heute noch das gleiche wie zu KdF-Zeiten zu sein - eine überdimensionale Erholungsanlage für zig tausend Menschen ! Seit Jahren ist bekannt, dass die vorhandene Bettenkapazität auf Rügen bei weitem nicht ausgelastet ist. Wozu eine neue Bettenburg?